Tafel 25: Haltepunkt Wilischau

Der Haltepunkt Wilischau wurde am 1. Juni 1888 als Hp. Weißbach ohne Hochbauten eröffnet. Seit 1915 wurde der Hp. als Wilischau bezeichnet. Später ist er mit einer kleinen "Wartehalle" mit angrenzendem Nebenraum für das Zugmelde-telefon versehen worden.

Von 1925 bis zum Ende des zweiten Weltkrieges hielten die Züge nur bei Bedarf. Ab dem Sommerfahrplan 1966 wurde der Haltepunkt geschlossen, da einige Jahre zuvor nur der Frühzug nach und der Nachmittagszug von Wilischthal je einen Halt machten. Vor dem Hp. Wilischau zweigte am km 2,2 der Anschluss zur Spinnerei Grießbach der Gebrüder Schüller ab. Der Anschluss bestand ursprünglich nur aus einer Weiche und einem Gleis und wurde zu Beginn der 1920er Jahre auf je 2 Gleise und 2 Weichen erweitert. Zuletzt gehörte der Anschluss der Gemeinde Grießbach. Bereits seit den 1950er Jahren fanden keine bzw. nur sehr seltene Bedienungen des Anschlusses mit Übergaben von Wilischthal statt.

Weiter in Richtung Thum wurde die Wilisch zweimal mit Blechträgerbrücken überquert. Bei Kilometer 3,0 erreichte die Bahn das zweite Anschlussgleis der Gebrüder Schüller AG, die Spinnerei Weißbach. Hier befand sich ein 67 m langes, mit zwei Weichen angebundenes Gleis. In dienstlichen Fahrplänen werden zu dieser Zeit Bedienungsfahrten von Wilischthal aus als Übergaben ausgewiesen. Dabei wurden die Wagen zurück nach Wilischthal geschoben. Auf Bildern vom letzten Betriebstag (27. Mai 1972) sind die Gleisanlagen nicht mehr zu erkennen.

 



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