Tafel 36: Haltepunkt Siebenhöfen

Der Haltepunkt wurde mit der Eröffnung der Teilstrecke Schönfeld - Geyer 1888 ohne Hoch-bauten in Betrieb genommen. In der Nähe befand sich das Restaurant „Haltepunkt Siebenhöfen“, wo wahrscheinlich in den Anfangsjahren die Fahrkarten verkauft wurden.

Mit der Verlängerung des Bahnsteiges 1912/13 erhielt der Haltepunkt zunächst einen Freiabort und auch ein Wartehäuschen. Baugleiche Gebäude gab es auch auf anderen Stationen. Ab 1924 wurde Siebenhöfen als Station nicht mehr bedient. Erst ab 1929 hielten wieder Züge, wenn auch eine Zeit lang nur bei Bedarf. Der Personenverkehr blieb aber so bescheiden, dass die Wartehalle in den 1930er Jahren zum Haltepunkt Geyer versetzt wurde. Auch der Freiabort war zur Betriebseinstellung 1967 nicht mehr vorhanden.

Im Bereich des Haltepunktes befand sich das Anschlussgleis Krämer & Hentschel. Es entstand 1895, zweigte nach links ab und bestand lediglich aus einem 48 m langen Stumpfgleis mit Gleissperre. Der Anschluss diente dem Güterverkehr der auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen Fabrik. Bereits seit 1815 bestand dort eine maschinelle Baumwoll-spinnerei. Später diente das Gebäude u. a. auch als Pappenfabrik, Elektrizitätswerk und zur Herstellung von Wasch- und Bügelbrettern (Fa. Krämer & Müller, später Krämer & Hentschel). Die Bedienung erfolgte mit Zügen in Richtung Schönfeld - Wiesa oder mittels Sperrfahrten von Geyer aus. Eisenbahner berichteten, dass die Bedienung stets besonders vorsichtig erfolgen musste, da das Anschlussgleis nicht sehr stabil war und mit Lokomotiven eigentlich nicht befahren werden durfte. Auch der Anschluss ist nach Stilllegung der Strecke verschwunden.

 



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